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Das Iser-Bacherl – ein Bach mit einem sehr alten Namen
Der Name des Iserbacherls
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Das Iser-Bacherl – ein Bach, den man lange nicht sieht
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Am Bahndamm
Wer von Axdorf nach Vachendorf am Bahndamm entlang spaziert, hört vielleicht irgendwo Wasser rauschen – sehen wird man den Bach zunächst kaum. Der Feldweg verläuft nämlich auf der Ostseite des Bahndamms, während das Iser-Bacherl auf der Westseite seinen Weg durch die Wiesen nimmt. Der Bahndamm selbst entstand um 1860, als die Eisenbahnlinie durch das Tal gebaut und das Gelände dafür aufgeschüttet wurde. Seitdem trennt der Damm gewissermaßen Spaziergänger und Bach voneinander.
Durchs Dorf
Erst weiter unten, wenn man in Vachendorf auf die Hauptstraße kommt und unter dem Viadukt hindurchgeht, begegnet man dem kleinen Wasserlauf wirklich. Dort überquert man das Iser-Bacherl, das sich an dieser Stelle bereits deutlicher bemerkbar macht.
Von hier an beginnt der Bach, sich in ein kleines Kerbtal einzuschneiden. Zwischen Böschungen und Wiesen sucht er sich seinen Weg durch den Ort, ist dann verrohrt bis er schließlich unten beim Tennisplatz in den Fuschbach mündet. Von dort aus fließt das Wasser weiter in Richtung Chiemsee.
Der Bach bleibt also lange verborgen, fast so, als würde er sich ein wenig vor den Blicken der Spaziergänger verstecken. Erst im Dorf selbst tritt er wieder deutlicher hervor.
Von hier an beginnt der Bach, sich in ein kleines Kerbtal einzuschneiden. Zwischen Böschungen und Wiesen sucht er sich seinen Weg durch den Ort, ist dann verrohrt bis er schließlich unten beim Tennisplatz in den Fuschbach mündet. Von dort aus fließt das Wasser weiter in Richtung Chiemsee.
Der Bach bleibt also lange verborgen, fast so, als würde er sich ein wenig vor den Blicken der Spaziergänger verstecken. Erst im Dorf selbst tritt er wieder deutlicher hervor.
Der Name
Und vielleicht passt das sogar zu seinem Namen. Denn hinter dem unscheinbaren Iser-Bacherl verbirgt sich möglicherweise ein sehr alter Gewässername. Sprachforscher wie Hans Krahe haben gezeigt, dass viele europäische Flüsse Namen tragen, die mehrere tausend Jahre alt sein können. Die alte Wortwurzel „Is“ bedeutete vermutlich einfach der Fließende. Sie lebt in vielen Flussnamen weiter – etwa in der Isar oder im antiken Namen der Danube, die die Griechen Ister nannten. So könnte auch unser kleines Iser-Bacherl zu dieser sehr alten Namensfamilie gehören. Vielleicht trug es seinen Namen schon zu einer Zeit, als hier noch keine Eisenbahn fuhr, kein Viadukt stand und wahrscheinlich noch nicht einmal ein Dorf existierte.
Der Bach selbst nimmt das alles gelassen. Er fließt einfach weiter – heute wie vor tausenden Jahren – durch Wiesen, unter Brücken hindurch und schließlich dem Chiemsee entgegen.
Der Bach selbst nimmt das alles gelassen. Er fließt einfach weiter – heute wie vor tausenden Jahren – durch Wiesen, unter Brücken hindurch und schließlich dem Chiemsee entgegen.